Canon Zoomobjektiv EFS 17-85 mm mechanisch blockiert

Beim Canon-Objektiv EFS 17-85 mm kommt es vor, dass sich der Zoom-Ring nicht mehr oder nur noch über einen Teil des Zoombereichs bewegen lässt. Das Objektiv ist dadurch in seinem Zoombereich stark eingeschränkt. Manchmal blinkt auch nur noch ein blinkendes "Err 99" oder eine blinkende "999" in der LCD-Anzeige der Kamera und die Kamera löst nicht mehr aus. Ohne Objektiv oder mit einem heilen löst die Kamera wieder aus, wenn man sie ausschaltet, den Akku herausnimmt, wieder einsetzt und die Kamera wieder einschaltet. Die Ursache sind drei Schrauben im Innern des defekten Objektivs, die nicht richtig gegen Losdrehen gesichert sind. Da sich das Einschicken zur Reparatur für etwa 150 € nicht lohnt, hier eine Anleitung, wie man den Fehler selbst beheben kann. Die Anleitung basiert auf der englischsprachigen Anleitung von Travis Hydzik. Ich übernehme keinerlei Haftung für Folgen eines Versuchs, ein Objektiv nach dieser Anleitung zu reparieren. Eine englischsprachige Anleitung zur Reparatur eines anderen Fehlers dieses Objektivs (Blockieren der Blende) finden sie hier.

Das Objektiv sieht vor der Reparatur so aus:

Canon EFS 17-85 mm mit blockiertem Zoom

Am besten lassen Sie einen Schutzfilter auf dem Objektiv zur Vermeidung von Fingerabdrücken auf der Frontlinse. Arbeiten Sie in einer staubarmen Umgebung, damit nicht unnötig viel Staub auf die Linsen gelangt. Vermeiden Sie Fingerabdrücke auf den Linsen: sie lassen sich nur schwer entfernen, ohne die Linsen zu beschädigen! Halten Sie sich an die Anleitung und lösen Sie keine anderen Schrauben oder ähnliches. Beginnen Sie die Reparatur nur, wenn Sie die nötigen vier Stunden am Stück dafür Zeit haben. Wenn Sie erst Tage später weiter machen können, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie das Objektiv wieder zusammengesetzt kriegen erfahrungsgemäß deutlich. Ich empfehle Ihnen, die Reparatur an einem ansonsten leeren Tisch durchzuführen und ein großes weißes Blatt Papier unter zu legen, damit Sie heruntergefallene Teile schnell wiederfinden. Ich klebe alle Einzelteile, die ich entferne, mit Klebestreifen vorsichtig auf ein weiteres Blatt Papier und nummeriere sie durch, damit ich später weiß, welches Teil als nächstes wieder eingebaut werden muss:

Fixierung von Einzelteilen in der Reihenfolge ihrer Demontage

 

Zerlegung des Objektivs

Um die losen Schrauben zu erreichen, müssen etliche Teile und etwa 20 Schrauben entfernt werden. Als erstes werden auf der Bajonettseite zwei Kreuzschlitzschrauben nahe den Goldkontakten aus der Bajonettfassung gedreht:

Es ist nützlich, einen schwarzen Strich mit Allschreiber an der im Bild sichtbaren Position anzubringen, damit man beim Zusammenbau weiß, wie die Teile zueinander auszurichten sind. Als nächstes vier Schrauben entfernen:

Jetzt lässt sich der Metallring auf einer Seite etwas wegklappen. Vorsicht: Er ist noch mit dem Objektiv über ein Kabelband verbunden! Nur einen Spalt breit öffnen:

In den Metallring ist ein schwarzen Kunststoffring eingeklipst. Der schwarze Kunststoffring muss von dem Metallring gelöst werden. Dazu muss man durch den Spalt und ohne das Kabelband zu beschädigen die Kunststoffklipse etwas aufbiegen, bis man den Kunststoffring in Richtung Objektivaußenseite durch den Metallring schieben kann. Am Besten hält man das Objektiv in einer Hand und den Metallring zwischen Daumen und Zeigefinger der gleichen Hand. Mit der anderen Hand kann man zwei der vier Klipsfedern mit Hilfe eines feinen Schraubendrehers oder einer Klinge durch den Spalt von dem Metallring wegbiegen, bis sich der Kunststoffring durch den Metallring schieben lässt. Dieser Schritt ist etwas knifflig.

Hier Bilder nach dem Lösen des Kunststoffrings:

Die Kontaktleiste mit den goldenen Kontakten lässt sich nun leicht vom Metallring lösen, den Ring danach abheben und beiseite legen.

Das darunter liegende schwarze Gehäuseteil (mit den Schiebeschaltern AF/MF und Stabilizer: on/off) lässt sich erst abheben, wenn ein Flachbandkabel von der Platine gelöst ist. Das Kabel habe ich hier mit "A" beschriftet. Es lässt sich mit Hilfe eines Schraubendrehers, den man abwechselnd in den beiden rechteckigen Aussparungen im weißen Bereich des Kabels ansetzt, aus dem Stecker ziehen. Nach dem Abheben des Gehäuseteils die Position der Schiebeschalter nicht mehr verändern, damit sie beim Zusammenbau später wieder passen.

Nach dem Abheben des schwarzen Gehäuseteils werden vier weitere Kabelverbindungen sichtbar. Ich empfehle, die Kabelbänder und die dazugehörigen Stecker jeweils gleichlautend zu beschriften. Die vier Kabelverbindungen müssen gelöst werden. Die von mir mit "B" und "C" beschrifteten Stecker wie Stecker "A" durch Herausziehen des Kabels lösen.

Der von mir mit "D" beschriftete Stecker hat seitlich zwei kleine schwarze Schieber. Diese Schieber vorsichtig in Richtung Kabel aus dem Stecker ziehen, bevor man das Kabel abziehen kann:

Bei den von mir mit "E" und "F" beschrifteten Stecker die Anpressklappe hochklappen, dann liegt das Kabelband lose im Stecker:

Jetzt die oben im Bild markierte Schraube lösen, welche die Platine befestigt. Die Platine abnehmen. In der darunter liegenden Ebene sind acht Schrauben zu lösen. Die ersten fünf halten einen weiteren schwarzen Kunststoffring, sie sind im nächsten Bild rot markiert:

Der Ring passt nur in einer Position auf das Objektiv. Trotzdem ist es praktisch, durch einen Markierungsstrich die relative Lage zwischen dem inneren Teil des Objektivs und dem Ring zu markieren. Den Ring abnehmen. Nun die nächsten drei Schrauben entfernen:

Als nächstes die Gummimanschette abnehmen. Dazu mit einem dünnen Schraubendreher oder einer Klinge unter das Gummi fahren und es auf dem ganzen Umfang vom Objektiv lösen und dann abstreifen.

Zur leichteren Montage auch hier wieder eine schwarze Linie über alle Teile aufzeichnen, damit die Ausrichtung der Teile klar bleibt. Auf die Ziffer "2" im Bild wird weiter unten Bezug genommen.

Jetzt vorsichtig den rechteckigen schwarzen Aufkleber nahe der "17 mm"-Brennweitenmarkierung abziehen. Der Aufkleber verdeckt ein Loch, in dem Schleifkontakte zu sehen sind. Er wird später wieder angebracht, also die Kleberseite nicht verschmutzen. Auf die Ziffer "2" im Bild wird weiter unten Bezug genommen.

Auf der Kleberseite des Aufklebers kann in manchen Fällen schon mal eine kleine Schraube oder ein abgebrochenes Kunststoffteil kleben: Teile, die sich im Inneren des Objektivs gelöst haben! Nicht verlieren!

Den Schleifkontakt bei 1 abschrauben und vorsichtig bei Seite legen (siehe auch zweites Bild von oben, "9."):

Es gibt drei Schrauben (in den Bildern mit "2" bezeichnet), die in einem Führungsschlitz in Messinghülsen stecken. Diese drei Schrauben entfernen (siehe auch zweites Bild von oben, "10."). Am besten die Messinghülsen mit den Schrauben zusammen rausnehmen, sonst fällt leicht eine ins Innere des Objektivs. Was aber auch nicht schadet, denn dort findet man sie gleich wieder. Jetzt kann man den oberen Teil abheben abheben:

 

Behebung der Blockade

Die Ursache des Blockierens sind meist drei Schrauben an der Seite des Tubus, die nicht richtig gegen Losdrehen gesichert sind. Vor dem Festdrehen der Schrauben diese unbedingt mit einer winzigen Menge Zweikomponentenkleber auf dem Gewinde gegen erneutes Lösen sichern. Nagellack neben dem Schraubenkopf abzulegen reicht nicht aus, da die Kräfte auf diese Schrauben dafür zu groß sind.

Ein weitere Grund für ein klemmendes Objektiv kann eine Führungskralle sein, deren zwei Befestigungsschrauben sich gelöst haben. Dieser Fehler tritt seltener auf, ich beschreibe die Behebung hier trotzdem. Falls die Führungskralle fest ist, kann man die folgenden Schritte überspringen und jetzt mit dem Zusammenbau beginnen. Zudem war ein kleiner Kunststoffanschlag (es gibt zwei davon), in den die Führungskralle eingreift, gebrochen (eine der Schrauben und die Kunststoffnase klebten auf der Klebstoffseite der Folie, mit der das Loch über den Schleifkontakten abgedeckt war, siehe Bild oben). Als erstes also den Kunststoffanschlag mit Zweikomponentenkleber ("Uhu plus sofortfest") wieder ankleben.

Um an die Stelle mit der Führungskralle zu gelangen, den in den Bildern obersten Rand des Objektivs fassen und ganz nach oben ziehen (eventuell das Rohr darunter –von oben gesehen im Gegenuhrzeigersinn– leicht drehen):

Die beiden Schrauben, welche die Führungskralle, halten wieder einschrauben und vorher deren Gewinde mit Zweikomponentenkleber sichern:

Für den Fall, dass wie bei mir ein Kunststoffanschlag abgebrochen ist, den Ring abheben, auf den die Brennweitenangaben gedruckt sind:

Jetzt kann man die Führungsanschläge an der Innenseite des Brennweitenrings sehen und gegebenenfalls die Stelle mit Alkohol entfetten und die Nase –sofern man sie gefunden hat– wieder ankleben:

Die verbliebene Nase ist ziemlich abgewetzt.

 

Wiederzusammenbau des Objektivs

Der Zusammenbau erfolgt natürlich in umgekehrter Reihenfolge, wobei einige Punkte genannt werden sollen, welche die Montage erleichtern. Den Ring mit den Brennweitenangaben so aufschrauben, dass die Brennweitenbeschriftung "85 mm" der Führungskralle ziemlich genau gegenüber liegt, wenn der innere Aufbau mit den Linsen zusammengeschoben ist. Der äußere Brennweitenring hat auf der Innenseite drei schmale Führungschraubenrillen. Er besteht aus dem Teil mit der Brennweitenbeschriftung und aus einer Ringverlängerung, die als Staubschutz dient. Zuerst zieht man diese beiden Ringe weit auseinander (eventuell so mit Klebeband fixieren, damit sie nicht immer wieder zusammen rutschen), fädelt dann den Verlängerungsring mit seinen Innenrillen so über die schmale Filzstaubdichtung auf der Außenseite des Teils mit den Linsen, dass die drei kurzen Stifte oberhalb der Filzdichtung (im nächsten Bild sind zwei der drei Stifte mit einem grünen Pfeil markiert) in den Führungsrillen liegen.

Dann den Ring mit der Brennweitenbeschriftung (das Klebeband wieder entfernen!) und den Tubus mit den Linsen so zueinander einstellen, dass die Führungskralle mittig zu den beiden Kunststoffanschlägen liegt und das Ganze wieder in der zusammengeschobenen Position ist.

Als nächstes den Ring mit dem Ultraschallmotor und den Flachbandkabeln so darüber schieben, dass die im nächsten Bild mit einem roten Pfeil markierte Führungsgabel mittig über den Leitstift mit dem grünen Strich darauf (im vorletzten Bild links mit einem roten Pfeil markiert) greift. Die Flachbandkabel sehr vorsichtig behandeln beim Durchfädeln, damit sie nicht geknickt werden!

Den Ring im Bild oben so drehen, dass seine Position mit der auf den Bilder ganz oben genau übereinstimmt. Er rastet dann etwas ein und lässt sich kaum noch verdrehen. Keine Flachbandkabel einklemmen! Mit den drei Schrauben festschrauben.

Die drei Schrauben mit den Messinghülsen einschrauben. Die Schrauben samt Hülsen dabei immer von unten in das Objektiv drehen, so dass sie nicht ins Innere fallen, wenn sie einem mal entgleiten. Als nächstes den schwarzen Ring mit den vier hochstehenden Strukturen einsetzen. Dabei zuerst das längste Flachbandkabel in der Mitte durchfädeln, dann das mit "D" bezeichnete in Position bringen, dann "E" und "F" von innen durch die Fenster im Ring fädeln. Flachbandkabel "B" bleibt außerhalb des Rings. Den Ring mit fünf Schrauben fixieren. Die Platine aufsetzen und mit einer Schraube befestigen. Die Flachbandkabel "B" bis "F" in ihren Steckern befestigen. Bei "D" immer wieder abwechselnd rechts und links die Schieber reindrücken, bis beide fest sind.

Den Ring mit dem AF/MF-Schalter so aufsetzen, dass im Sichtfenster die Entfernungsskala zu sehen ist. Dabei den Ring für die manuelle Entfernungseinstellung nicht vergessen (sofern er überhaupt abgefallen ist) und richtig herum einbauen: auf seiner Innenseite gibt es rechteckige Aussparungen die in entsprechende Gegenrechtecke passen müssen. Den Stecker "A" durch die Löcher in der obersten schwarzen Kunststoffebene in seinen Stecker stecken. Den Metallring mit vier Schrauben aufschrauben. Die Leiste mit den Goldkontakten auf den Rand des Metallrings klipsen und mit zwei kleine Schrauben fixieren. Als letztes den geriffelten kleineren schwarzen Ring von oben vorsichtig aufdrücken und einrasten.

Herzlichen Glückwunsch, wenn das Objektiv wieder funktioniert!

 

Zerbrochener Bildschirm bei Digitalkamera Panasonic DMC-TZ7

Ein zerbrochener Bildschirm (Display) bei der Digitalkamera Panasonic DMC-TZ7 lässt sich leicht ersetzen. Den Ersatzbildschirm habe ich übers Internet für 42 Euro bestellt. Dort finden Sie auch ein Video der Reparatur eines ähnlichen Gerätes. In dem Film dauert die Reparatur nur fünf Minuten: nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, da Sie es das erste Mal machen. Die einzelnen Schritte sind hier nochmal mit Fotos dokumentiert. So sieht die Kamera von vorne aus:

Und so der eingeschaltete, zerbrochene Bildschirm:

Das Ersatzteil liegt bereit :

Panasonic DMC-TZ7 Display

Zuerst wird der Akku herausgenommen und erst dann das Gehäuse geöffnet. Dazu an der Bodenplatte die drei Schrauben an der Bildschirmseite lösen:

Drei weitere Schrauben an den beiden Seiten der Kamera abschrauben. Die Schrauben sind alle gleich, es besteht also keine Verwechslungsgefahr.

 Jetzt lässt sich die Rückwand abnehmen, sie hängt aber noch an zwei Flachbandkabeln.

 Legt man die Rückwand nach links auf die andere Seite, kann man die Stecker der Flachbandkabel sehen:

 Die beiden Flachbandkabel lassen sich erst abziehen, wenn man die schmalen schwarzen Klemmleisten hochgeklappt hat. Dazu mit dem Fingernagel die Leisten von der Pfeilrichtung im Bild kommend vorsichtig hochhebeln.Dann die Flachbandkabel nach links abziehen.

 So liegt der alte Bildschirm in der Gehäuserückseite:

Die Bildschirmeinheit ist an drei Stellen in der Gehäuserückseite eingerastet. Die Klinken lassen sich lösen, wenn man mit einem kleinen Schraubendreher von der Außenseite her in die Öffnungen (Pfeile im Bild) drückt (also gegen die blanken Metallarme der Bildschirmhalterung) und zugleich von der Kameraußenseite her leicht gegen den Bildschirm drückt.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Bildschirmkassette nur eingehakt (drei Pfeile im nächsten Bild), hier muss man nichts tun. Sind die Klinken im Bild oben gelöst, lässt sich die Einheit entnehmen.

Als nächstes wird die Bildschirmkassette geöffnet. Es gibt vier Klinken, von denen man zwei auf einer Seite aufhebeln muss. Das geht etwas schwerer.

Die Kassette zerfällt in die Hälfte mit dem Bildschrim und die andere mit der Bildschirmhintergrundbeleuchtung (mit dem schmalen Flachbandkabel):

Als nächstes den dünnen, empfindlichen Metallrahmen entfernen, mit dem der Bildschirm an der Gehäuserückwand befestigt ist. Entweder mit kräftigen Fingernägeln an den mit Pfeilen gekennzeichneten Stellen die Klinken aufhebeln oder mit einer feinen Klinge. Vorsicht, der Rahmen verbiegt leicht.

Jetzt kann der Bildschirm von der Rückwand getrennt werden. Um später bei der Montage nichts falsch zu machen, kann man die drei Teile an einer Ecke markieren (hier mit einer "1").

Das Fenster in der Gehäuserückseite bei Bedarf säubern und entstauben. Beim Ersatzbildschirm erstmal nur die Schutzfolie auf der schwarzen Seite abziehen. Den dünnen Metallrahmen auf die blanke Bildschirmrückseite legen (der grüne Aufkleber zum Abziehen der Schutzfolie muss dabei über dem Rahmen liegen) und den Bildschirm in die Fassung in der Gehäuserückseite legen.

Den dünnen Metallrahmen vorsichtig einrasten ohne den Bildschirm zu biegen:

Die zweite Schutzfolie abziehen und den Bildschirmrahmen wieder mit dem Rahmen der Hintergrundbeleuchtung zusammenklipsen. Dabei keinen Staub oder Fingerabdrücke einbringen. Die ganze Einheit lässt sich in die Gehäuserückseite einlegen und zum Einrasten runterdrücken:

Die Flachbandkabel in die Stecker schieben und durch Umlegen der schmalen schwarzen Klemmleisten fixieren. Die Gehäuserückwand auf die Kamera setzen und die Schrauben wieder eindrehen. Herzlichen Glückwunsch, wenn die Kamera wieder funktioniert!

 

MP3-Player Cowon iAudio U3

Bei diesem ansonsten sehr klangvollen MP3-Abspieler ist die mechanische Stabilität der Buchse des Audioausgangs und der Tasten zu gering. Hier wird beschrieben, wie bei Aussetzern des Tons, die durch einen Wackelkontakt in der Audioausgangsbuchse verursacht werden, das Gerät repariert wird. Außerdem wird beschrieben, wie der Ausfall einzelner Tasten behoben wird.

 Als erstes werden die vier Schrauben auf der Geräterückseite rausgedreht:Die Schrauben sind relativ lang, nutzen Sie den richtigen Schraubendreher.

Das Gehäuse in der Fuge zwischen grauem, umlaufenden Streifen und der Gerätevorderseite aufklappen. Es gibt mehrere Klinken, welche die Gehäusehälften zusammenhalten. Mit etwas Wackeln lassen sie sich leicht lösen.

 

Als nächstes die Steckverbindung des Akkus mit der Hauptplatine lösen. Dazu die Ecken des transparenten Steckerteils in Richtung der roten Pfeile mit einem kleinen Schraubendreher oder ähnlichem herausschieben:

Danach werden die beiden Schrauben gelöst, welche die Platine halten, gelöst (siehe rote Pfeile zwei Bilder weiter oben). Eines der vier Röhrchen am Gehäuse, in welche die vier Gehäuseschrauben gedreht sind, war bei mir ab- und der Länge nach aufgebrochen. Ich habe auf eine Reparatur dieses Teils verzichtet, da drei Schrauebn das Gehäuse auch zusammenhalten:

 

Dann die vier weißen Klinken, die das Display halten, vorsichtig aufbiegen und die Anzeige wegklappen.

 Bei dem roten Pfeil im nächsten Bild die schmale, schwarze Klappe hochklappen (siehe auch letztes Bild unten): diese gibt das Folienkabel frei.

 

 

Steckverbindung des Displays; mit Maus über dem Bild sieht man die Verbindung mit hochgeklapptem Klemmverbinder

Jetzt kann der Taster der "REC"-Taste wieder aufgelötet werden, der lose im Gerät lag .

Falls man keinen ausreichend kleinen Lötkolben zur Hand hat, kann man einen Kupferdraht um die Lötkolbenspitze wickeln und das Ende des Drahts als feine Lötspitze verwenden. Die Wärmeleitfähigkeit zum Draht ist besser, wenn man Lot zwischen Lötkolbenspitze und Draht gibt.

 

Der Wackelkontakt des Audio-Ausgangs entstand bei einem ersten Auftreten des Fehlers, weil die Lötstelle zwischen Steckergehäuse und Platine den mechanischen Belastungen nicht standgehalten hat. Verlöten behob das Problem. Beim zweiten Auftreten zwei Jahre später waren zwei Risse rechts und links der Lötstelle entstanden (siehe Bild unten ).

Ich habe die Lötstelle einfach noch breiter gemacht, wird wieder eine Weile halten:

 Beim Zusammenbau ist nur das Einstecken des Display-Kabels etwas fummelig. Erst die schmale, schwarze Klemmleiste hochklappen (roter Pfeil 1 im nächsten Bild), dann das Folienkabel in die Führungen 2 einfädeln und senkrecht bis zum Anschlag schieben und als letztes die Klemmleiste wieder runterklappen, ohne dass das Kabel rausrutscht.

 Herzlichen Glückwunsch, wenn der MP3-Abspieler wieder funktioniert!

 

Notebooklüfter reinigen

Mein Notebook von Firma "mysn", Modell "XMG P501 Pro" (auf der Geräterückseite steht als Hersteller "Clevo Co., Model P150HM") mit i7-Prozessor und vier 'double-thread' Kernen ist bei rechenintensiven Aufgaben einfach ausgegangen. Wenn die beiden Lüfter mit der Tastenkombination 'Fn'+1 permanent eingeschaltet werden (ausschalten mit der gleichen Tastenkombination; diese Funktion ist nicht dokumentiert), passierte dies nicht mehr. Also müssen die Lüfter wohl mal entstaubt werden. Das Gerät vom Netzteil trennen, vorsichtshalber den Akku entnehmen. Dazu die vier Schrauben der großen Abdeckung auf der Geräteunterseite lösen.

Dann den Deckel entlang seiner kurzen Kante nach hinten verschieben und abnehmen.

Die beiden Lüfter werden sichtbar.

Die je vier Schrauben der Lüfterabdeckungen abschrauben.

Die Luftaustrittsschlitze sind großteils zugesetzt, auch das Lüfterrad ist verstaubt.

Den Staub entfernen. Beim Einsatz eines Staubsaugers die Lüfterräder vorsichtshalber festhalten, damit der Lüfter nicht zum Generator wird und Spannungen in das Gerät einspeist, die zu Schäden führen könnten. Ich habe mit Fensterputzmittel getränkte Ohrputzstäbchen genutzt (nichts ins Gerät tropfen!). Das Gerät wieder zusammenbauen. Der Fehler tritt nicht mehr auf und das Gerät ist leiser als vorher.

 Herzlichen Glückwunsch zum entstaubten Notebook!

Nähmaschine Gritzner exclusiv 976 reparieren

Die Anleitung ist noch nicht fertig.

Mechanische Nähmaschinen funktionieren alle ähnlich und lassen sich meist reparieren. Manchmal ist die Maschine nur innnen stark verstaubt und muss gründlich gereinigt und geölt werden. Manchmal sind Schrauben locker, so dass sich etwas verstellt hat. Und manchmal ist ein Kunststoffbauteil oder Zahnrad gebrochen. Wenn es ein Ersatzteil gibt, lässt sich das kaputte Teil ersetzen. Vielleicht kann man das Teil auch nachbauen und so ersetzen. Hier die Beschreibung zu einer "Gritzner exclusiv 976"-Haushaltsnähmaschine, die überholt werden musste, weil die Nadel nicht mehr im richtigen Moment oben beziehungsweise unten war und weil beim schnelleren Nähen von Zickzack-Nähten die Nadel nicht mehr schnell genug nach links gezogen wurde. Die folgenden Demontagehinweise sind zur Anregung gedacht. Öffnen Sie eine Nähmaschine nur stromlos und nur, wenn Sie sich die Reparatur zutrauen. Wenn Sie Teile lösen, empfiehlt es sich vorher mit Folienschreiber eine Markierung an beiden Teilen anzubringen, damit Sie die Teile im Zweifel wieder an die alte Position bringen können. Machen Sie Fotos von allen Demontageschritten und kleben Sie die entfernten Teile und Schrauben mit Klebeband auf ein Papier und nummerieren Sie diese, damit die Montage später einfacher ist. Die Maschine sieht so aus:

Vor allen Arbeiten den Netzstecker ziehen, damit das Gerät spannungsfrei ist. Wenn die Maschine nicht anläuft, sollte man als erstes kontrollieren, ob die Sicherung im Fußpedal durchgebrannt ist. Dies kann beispielsweise passieren, wenn die Beleuchtungsbirne durchbrennt. Die Sicherung ersetzen und schon geht die Maschine wieder!

Alle Richtungsangaben im Folgenden beziehen sich auf das Bild oben. Beispielsweise bedeutet "nach links ziehen" also "vom Handrad weg und entlang der Längsachse der Maschine ziehen".

Zum Zerlegen der Maschine als erstes die Abdeckung am Kopfteil entfernen. Dazu müssen zwei Schrauben gelöst werden. Die eine ist oben in dem rechteckigen Loch, die zweite ist von unten zugänglich (sehr kurzer Kreuzschlitzschraubendreher!), beide müssen nur gelockert werden:

Jetzt lässt sich die Abdeckung nach links abziehen.Die Glühbirne lässt sich jetzt leicht wechseln (leider gab es 2012 noch keine helle LED-Ersatzblampe, welche die ständig kaputte Glühbirne ersetzen könnte).

Der erste Fehler, dass die Nadel beim schnelleren Nähen von Zickzack-Nähten nicht schnell genug nach links gezogen wird und damit nicht alle Stiche an der richtigen Stelle liegen, lässt sich jetzt beheben. In den Führungen B ist das Öl verharzt und damit bewegt sich der Schlitten nicht mehr in der Führung. Abhilfe: Die Führung mit Waschbenzin reinigen (Vorsicht mit den Kunststoffteilen in der Nähe!) und mit Nähmaschinenöl neu ölen. Falls dies nicht reicht, kann man die Feder bei A unten aus dem Loch aushängen und unter der Stange wieder einhaken (siehe Maus-drüber!). Damit wirkt die Feder etwas stärker und die Nadel wird schneller nach links gezogen. Wenn auch das noch nicht reicht, die Spannung ausreichend zu erhöhen, ist das letzte Mittel oben zwischen die Feder und den Stift, über den die Feder gehängt ist, einen Abstandshalter einkleben. Die Feder durch Biegen zu kürzen ist riskant, da sie leicht brechen kann.

Führungsschlitten bei B und Federeinhängung bei A

Als nächstes kann man nach Lösen der beiden Schrauben unter dem Tragegriff der Maschine die obere Abdeckung nach oben abheben.

Wenn man darunter die drei Schrauben löst, kann man das Blech mit der Fadenspuleinrichtung nach oben abheben.

Darunter liegt die Schnecke, welche die Kurvenscheibensteuerung der Stichwahl antreibt. Die Schnecke ist mit Madenschrauben auf der Welle fixiert. Wenn man die Schnecke löst, verdreht und wieder festschraubt, ändert sich der Zeitpunkt, zu dem die Nadel ihre Position in Rechts-Links-Richtung verändert. Wenn also die Nadel beispielsweise erst in den Stoff eintaucht und dann seitlich verschoben wird, lässt sich dies hier korrigieren. Die Nadel darf ihre seitliche Position nur in der Nähe des höchsten Punktes ändern.

Die Abdeckung unter dem oberen Arm der Maschine verbirgt nicht viel, lässt sich aber entfernen, indem man zwei Schrauben unter der oberen Abdeckung entfernt (nächstes Bild) und eine Schraube neben der Lampe (übernächstes Bild). Dazu muss der Hebel, der den Transportfuß absenkt, unten stehen und durch das Loch in der Abdeckung gefädelt werden. Die Abdeckung wird auf der Lampenseite nach unten geklappt und dann nach links gezogen.

1. BILD fehlt noch

Die Grundplatte ist mit vier langen Metallschrauben verschraubt.

Die Abdeckung mit dem Stromanschluss ist in die vordere rechts Abdeckung mit vier Klinken eingerastet, zwei auf der Seite mit dem Einschalter und zwei auf der anderen Seite. Diese Klinken müssen vorsichtig aufgebogen werden, damit sie nicht brechen. Dann lässt sich die Abdeckung nach hinten abziehen.

 

Die vordere Abdeckung ist mit vier Schrauben festgeklemmt, diese müssen nur gelockert werden, dann lässt sich die vordere Abdeckung nach vorne abziehen.

XXX: Text leider unfertig.

Herzlichen Glückwunsch zur reparierten Nähmaschine!

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